Winter 2015

Gewalt im Bild – Gewalt durch Bilder (MA-Forschungspraktikum Visual Studies in der Politikwissenschaft am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien mit Dr.in Karin Liebhart und Dr. Andreas Pribersky | Dienstag, 15:00-18:15 | Hörsaal 2 (A218) im Neuen Institutsgebäude, Universitätsstrasse 7/2 | ab 6. Oktober 2015)

Das Forschungspraktikum beschäftigt sich mit der Darstellung unterschiedlicher Formen von Gewalt und deren Folgen in Bildern sowie mit der Ausübung von Gewalt durch den Einsatz von Bildern in zeitgenössischer und historischer Perspektive. Die Zunahme global wahrgenommener gewaltsamer Konflikte in den letzten Jahren (z.B. Ukrainekrise, Gazakrieg, Syrienkrieg, IS-Vormarsch) haben Gewaltdarstellungen im Kontext von Krieg und Terror sowie Gewalt als Medienereignis zu Themen öffentlichen Interesses gemacht. Welche Rolle spielen Bilder dabei, welche strategischen Funktionen erfüllen sie? Blickt man in der Geschichte politischer Konflikte zurück, so wurde vor allem fotografischen Bildern immer wieder eine besondere Wirkmacht in Bezug auf Gewaltdarstellungen zugeschrieben. Worin besteht diese Bildmacht, wie lässt sie sich beschreiben und analysieren? Das Forschungspraktikum beschäftigt sich mit diesen Fragen aus einer interdisziplinär orientierten bildtheoretischen Perspektive. Dabei geht es nicht nur um die soziale Gebrauchsweise von Gewaltdarstellungen, sondern auch um die Frage, wie diese Bilder konkret Sinn erzeugen können. Im Rahmen des Forschungspraktikums werden dazu eigenständige bild-bezogene Projekte konzipiert und durchgeführt.

Politikwissenschafliche Methoden Qualitativ / Schwerpunkt Visuelle Methoden (MA-Seminar am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien | Donnerstag, 13:15-16:30 | Hörsaal 3 (D212) im Neuen Institutsgebäude, Universitätsstrasse 7/2 | ab 8. Oktober 2015)

Das Seminar beschäftigt sich mit qualitativen inhaltsanalytischen Methoden unter besonderer Berücksichtigung visueller Ansätze. Nach einer Einführung in die qualitative Sozialforschung werden verschiedene visuelle Forschungsansätze vorgestellt. Die TeilnehmerInnen erproben die Methoden anhand von Bildmaterial zum Präsidentschafts-Vorwahlkampf in den USA (z.B. Kampagnenfotos, Medienbilder, multimodale Botschaften in sozialen Netzwerken und auf KandidatInnenwebsites). Im Seminar diskutieren wir, welche visuelle Methode für welches Bildmaterial geeignet ist, wie die Eigenlogik von Bildmaterial in Abgrenzung von der Logik der Sprach- und Textinterpretation berücksichtigt werden kann und wie es um die Möglichkeiten und Grenzen visueller Ansätze in sozialwissenschaftlichen Forschungsdesigns steht.

Theoretische Grundlagen Visueller Kommunikation (Gastvortrag im Rahmen des Fachhochschul-Studienganges Public Communication an der FH JOANNEUM GmbH | Freitag, 27. November 2015 – Samstag, 28. November 2015)

Der Vortrag beschäftigt sich mit zentralen Theorien, Ansätzen und Konzepten, die das dynamische Forschungsfeld der Visuellen Kommunikation prägen. Was ist ein Bild? Was unterscheidet visuelle Kommunikation von Text und Sprache? Was leisten Bilder im Journalismus, in der strategischen Kommunikation oder in der Politik? Welche Kompetenzen sind beim Einsatz von Bildern relevant?

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