Sommer 2020

Politische Bildkontrolle (MA-Seminar am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien | Donnerstag, 15:00-16:30 | HS 1 am Institut für Politikwissenschaft, Universitätsstrasse 7/2)

Wenn SpitzenpolitikerInnen kommunizieren, dann versuchen sie nicht nur die Kontrolle über ihre sprachlichen Botschaften zu behalten, sondern auch ihre visuelle Selbstinszenierung mit Bildmaterial zu regulieren. Dies kann über die Auswahl jener Fotos und Videos geschehen, die bei politischen Kommunikationsakten entstehen und in Umlauf gebracht werden (z. B. durch offizielle FotografInnen und Social-Media-Teams), oder durch eine Beschränkung des Zugangs für unabhängige (Foto-)JournalistInnen. Ziel dieser Maßnahmen ist nicht zuletzt der Aufbau erwünschter Images in unterschiedlichen (medialen) Öffentlichkeiten. Soziale Netzwerke haben die Möglichkeiten politischer Bildkontrolle erheblich erweitert und verändert. Das Seminar nähert sich diesem stetig an Relevanz gewinnenden Phänomen, indem es politische Bildkontrolle in einer vergleichenden Perspektive analysiert. Fallbeispiele werden in Hinblick auf Bildproduktion, Bildverbreitung und Bildrezeption analysiert und vor dem Hintergrund der jeweiligen medienpolitischen Rahmenbedingungen diskutiert.

Soziale Medien in der politischen Kommunikation (BA-Seminar am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien | Montag, 11:30-13:00 | Hörsaal 1 am Institut für Politikwissenschaft, Universitätsstrasse 7/2)

Das Seminar beschäftigt sich mit der wachsenden Bedeutung Sozialer Netzwerke in der politischen Kommunikation. Ausgehend vom Forschungsstand zu Facebook, Twitter und Instagram thematisieren wir ihre spezifischen Funktionen bei der strategischen Selbstinszenierung von und der massenmedialen Berichterstattung über Politik. Entlang aktueller Fallbeispiele diskutieren wir plattformspezifische Rahmenbedingungen politischer Kommunikation sowie die Möglichkeiten und Grenzen ihrer politikwissenschaftlichen Analyse.

Qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung (BA-Seminar am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien| Montag, 15:00-16:30 | Hörsaal 1 am Institut für Politikwissenschaft, Universitätsstrasse 7/2)

Die Lehrveranstaltung beschäftigt sich mit qualitativen inhaltsanalytischen Methoden unter besonderer Berücksichtigung visueller Ansätze. Die TeilnehmerInnen lernen Schritt für Schritt, wie sie Text- und Bildmaterial regelgeleitet und nachvollziehbar analysieren können. Als Beispiel dient die Analyse politischer Kommunikation (z. B. multimodale Einträge in Sozialen Netzwerken oder auf Websites). In der Lehrveranstaltung diskutieren wir, welcher inhaltsanalytische Ansatz für welche Materialtypen geeignet ist, wie die Eigenlogik von Bildmaterial in Abgrenzung von der Logik der Textanalyse berücksichtigt werden kann und wie es um die Möglichkeiten und Grenzen visueller Ansätze in qualitativen sozialwissenschaftlichen Forschungsdesigns steht.