Training

Wie können Visualisierungen das Verstehen und Erinnern von Informationen fördern? Wie lassen sich Inhalte mit Visualisierungstechniken strukturieren und didaktisch sinnvoll vermitteln? Und kann man durch Visualisierungen die Aufmerksamkeit eines Publikums gewinnen und die Teilnahmebereitschaft erhöhen?

Mit diesen und vielen anderen Fragen beschäftigen sich „Visual Thinking“ Workshops für die Lehre, wie sie im angloamerikanischen Raum bereits an einigen Hochschulen – unter anderem an der Johns Hopkins University oder an der Harvard University – angeboten werden. Im deutschsprachigen Raum sind diese Workshops noch relativ neu.

Im Frühjahr 2013 habe ich ein Trainingskonzept entwickelt, das visuelle Methoden für die Erwachsenenbildung nutzbar macht. Dabei habe ich Erkenntnisse aus meiner wissenschaftlichen Arbeit zu visueller Kommunikation mit Methoden aus dem Trainings- und Coachingbereich (v.a. visuelle Prozessbegleitung, Graphic Facilitation, Visual Recording) verbunden. Im Juni 2013 habe ich das Konzept erstmals im Rahmen eines Personalentwicklungsseminars zum Thema “Visuelle Kommunikation für WissenschaftlerInnen” an der Universität Wien umgesetzt. Seither findet das Training regelmäßig in interdisziplinären Gruppen statt.

Anhand praxisnaher Beispiele wird gezeigt, wie Visualisierungen Lehr-, Lern- und Vermittlungsprozesse unterstützen können. Ein Schwerpunkt des Trainings liegt auf der Anwendung visueller Methoden in der Hochschullehre. Die TeilnehmerInnen lernen Grundlagen visuellen Lehrens und Lernens kennen, probieren verschiedene Visualisierungstechniken für Vortragssituationen und den Unterricht aus, erweitern Schritt für Schritt das eigene kommunikative Repertoire und verstehen, warum ein Bild nicht automatisch mehr als tausend Worte sagt.

Der nächste Trainingstermin findet am 15. November 2017 von 9.00 bis 17.00 Uhr statt. Eine Anmeldung ist demnächst auf der Website der Universität Wien (Abteilung Personalwesen und Frauenförderung) möglich.